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Educación financiera6 Min. Lesezeit

Bevor du deine Kontobewegungen für einen Kreditantrag teilst

Erfahre, welche Daten angefragt werden können, wie du eine sichere Abfrage von der Weitergabe deiner Zugangsdaten unterscheidest und was du vor und nach der Freigabe prüfen solltest.

Person prüft auf einem Gerät die Freigabe, Kontobewegungen für einen Kreditantrag zu teilen

Wenn du online eine Finanzierung beantragst, kann die Möglichkeit auftauchen, ein Bankkonto zu verknüpfen oder Informationen zu deinen Kontobewegungen freizugeben. Der Anbieter könnte diese Daten als Teil seiner Prüfung nutzen. Der Ablauf, die abgefragten Informationen und die verfügbaren Alternativen unterscheiden sich jedoch je nach Anbieter. Bevor du zustimmst, solltest du verstehen, was du freigibst, wie lange die Freigabe gilt und wie deine Daten geschützt werden.

Dieser Leitfaden hilft dir dabei, die Freigabe sorgfältig zu prüfen. Er ersetzt weder die Bedingungen des Anbieters noch eine direkte Erklärung zur Verarbeitung der Informationen. Wenn etwas unklar ist, kannst du vor dem Fortfahren nachfragen.

Warum Informationen zu einem Konto angefragt werden können

Warum Informationen zu einem Konto angefragt werden können — visueller Ratgeber von CalculaPréstamo

Bei manchen digitalen Prüfungen werden Bankdaten herangezogen, um die Angaben in einem Antrag zu ergänzen. Kontobewegungen können dem Anbieter zum Beispiel dabei helfen, bestimmte Einnahmen und Ausgaben besser zu verstehen oder gemachte Angaben zu überprüfen. Welche Informationen benötigt und wie sie ausgewertet werden, hängt vom jeweiligen Verfahren des Anbieters ab. Eine Bankverbindung garantiert weder eine Bewilligung noch entscheidet sie allein über das Ergebnis.

Die Anfrage bedeutet auch nicht zwingend, dass alle deine Konten oder deine gesamte Kontohistorie abgefragt werden. Der Umfang sollte auf dem Freigabebildschirm, in den Bedingungen oder in den Datenschutzhinweisen erläutert werden. Wenn dort nur steht, dass du „deine Bank verbinden“ sollst, ohne klarzustellen, welche Daten abgefragt werden, wer sie erhält und wofür sie verwendet werden, bitte vor der Freigabe um eine Erklärung.

Eine Abfrage freizugeben ist nicht dasselbe, wie deine Zugangsdaten weiterzugeben

Bei einer Freigabe zur Abfrage wird dir normalerweise eine Einwilligung angezeigt, mit der ein Anbieter auf bestimmte Bankdaten zugreifen kann. Dabei kann ein Drittanbieter-Tool zum Einsatz kommen, und möglicherweise musst du dich in einer Umgebung anmelden, die mit deiner Bank verbunden ist. Lies die Anweisungen und prüfe bei jedem Schritt, mit wem du gerade interagierst.

Das ist etwas anderes, als einer Person dein Passwort, deine PIN oder Einmalcodes per E-Mail, Nachricht, Telefon oder Formular zu schicken. Gib diese Zugangsdaten nicht direkt an einen Mitarbeitenden weiter und trage sie nicht in einen Link ein, dessen Echtheit du nicht überprüfen kannst. Wenn dir ein Anmeldebildschirm Zweifel bereitet, brich den Vorgang ab und bestätige den Ablauf über die offiziellen Kanäle der Bank oder des Anbieters, die du unabhängig davon aufrufst.

Das Aussehen einer Seite reicht nicht aus, um ihre Echtheit zu bestätigen. Prüfe die Domain, den Namen des Unternehmens in der Freigabe und den Zusammenhang, in dem du den Link erhalten hast. Fahre nicht fort, wenn die Adresse ungewöhnlich wirkt, Fehler auffallen oder Angaben verlangt werden, mit denen du nicht gerechnet hast.

Prüfe, wer die Freigabe anfordert und welche Daten sie umfasst

Bevor du auf „Akzeptieren“ klickst, identifiziere die angezeigten Parteien: Wer fordert die Informationen an, welcher technische Anbieter kann beteiligt sein und wer kann die Daten erhalten oder einsehen? Wenn der auf dem Bildschirm angezeigte Name nicht mit dem Unternehmen übereinstimmt, das deinen Antrag bearbeitet, lass dir die Verbindung zwischen beiden erklären.

Achte auf eine konkrete Beschreibung der Datenkategorien und der einbezogenen Konten. Folgendes solltest du prüfen:

  • Die Konten: Ist die Freigabe auf ein ausgewähltes Konto beschränkt oder umfasst sie mehrere geeignete Konten?
  • Die Informationen: Werden Kontobewegungen, Kontostände oder andere Daten abgefragt, und werden zusätzliche Angaben verlangt?
  • Der Zweck: Wofür werden die Informationen im Rahmen des Antrags verwendet, und sind weitere Verwendungszwecke beschrieben?
  • Die Empfänger: Welche Unternehmen oder Anbieter können auf die Daten zugreifen?
  • Die Speicherung: Wie lange werden die Informationen gespeichert und was geschieht, wenn du den Antrag nicht abschließt?

Ist die Erklärung allgemein gehalten, solltest du nicht davon ausgehen, dass der Zugriff enger begrenzt ist, als dort angegeben. Bitte über einen überprüfbaren Kanal um Klärung der wichtigen Punkte und bewahre die Antwort zusammen mit den Bedingungen auf, denen du zustimmst.

Prüfe die Dauer und die Möglichkeiten, den Zugriff zu entziehen

Eine Freigabe kann für eine einmalige Abfrage vorgesehen sein oder Zugriffe über einen bestimmten Zeitraum erlauben. Geh nicht davon aus, dass die Verbindung endet, sobald du die Seite schließt, dass die Freigabe dauerhaft gilt oder dass ein Widerruf automatisch bereits abgefragte Daten löscht. Die Dauer und ihre Folgen hängen vom Anbieter und den geltenden Bedingungen ab.

Prüfe, wo du die Freigabe einsehen oder widerrufen kannst, zum Beispiel bei dem Dienst, der sie verwaltet, bei deinem Finanzinstitut oder im Datenschutzbereich des Anbieters. Frage auch, was mit bereits erhaltenen Informationen geschieht, wenn du die Verbindung beendest, und wie du Auskunft zu ihrer Speicherung einholen kannst. Einen künftigen Zugriff zu widerrufen und die Löschung zuvor erhobener Daten zu beantragen, können unterschiedliche Vorgänge sein.

Warnsignale: Anhalten und überprüfen

Es ist ratsam, den Vorgang zu unterbrechen, wenn du einen unerwarteten Link erhältst, unter Druck gesetzt wirst, sofort zu handeln, oder wenn man dich über einen informellen Kanal nach Zugangsdaten fragt. Auch wenn die Bedingungen die verantwortliche Stelle nicht nennen, den Zweck der Abfrage nicht erklären oder eine weiterreichende Freigabe vorsehen, als du erwartet hast, solltest du zunächst anhalten.

Überprüfe die Anfrage, indem du das Unternehmen über seine offiziellen Kontaktdaten erreichst. Antworte nicht auf dieselbe verdächtige Nachricht. Wenn jemand behauptet, du müsstest einen Sicherheitscode weitergeben, um den Kredit „freizuschalten“, teile ihn nicht mit, ohne dich direkt bei deiner Bank vergewissert zu haben. Bei einem Finanzierungsantrag können Verifizierungsschritte erforderlich sein. Trotzdem musst du jede einzelne Freigabe verstehen.

Frage nach anderen Möglichkeiten zur Verifizierung

Wenn du kein Konto verknüpfen möchtest, frage, ob du Unterlagen über einen sicheren Kanal einreichen oder eine andere Verifizierungsmethode nutzen kannst. Welche Alternativen und Dokumente akzeptiert werden und wie sie sich auf den Ablauf auswirken, hängt vom Anbieter ab. Geh nicht davon aus, dass eine bestimmte Möglichkeit besteht, und schicke Kontoauszüge oder andere Dokumente nicht an eine Adresse, deren Echtheit du nicht geprüft hast.

Bevor du Dateien einreichst, prüfe, wie sie hochgeladen werden, wer sie einsehen kann und ob du nicht benötigte Informationen schwärzen darfst. Wenn du nicht verstehst, warum bestimmte Daten angefragt werden, lass dir erklären, welche Angaben für die Prüfung benötigt werden und welches Format akzeptiert wird.

Was du nach der Freigabe tun solltest

Bewahre eine Kopie oder einen Screenshot der Bestätigung, der relevanten Bedingungen und des Datums auf, an dem du die Freigabe erteilt hast. Wenn du eine Bestätigungs-E-Mail erhältst, prüfe, ob sie zu dem Vorgang passt, den du gerade ausgeführt hast. Notiere dir, wo du den Zugriff verwalten kannst und an wen du dich bei Fragen wenden solltest.

Prüfe anschließend über die vom Anbieter oder von der Bank genannten Kanäle deine Freigaben und kontrolliere, ob sie noch aktiv sind, wenn du sie nicht mehr benötigst. Wenn du eine Transaktion oder einen Zugriff entdeckst, den du nicht kennst, wende dich so schnell wie möglich über offizielle Kanäle an deine Bank und das betreffende Unternehmen. Teile bei der Kontaktaufnahme keine Sicherheitsdaten mit.

Kurze Checkliste, bevor du fortfährst

Kurze Checkliste, bevor du fortfährst — visueller Ratgeber von CalculaPréstamo
  • Erkenne ich das Unternehmen, das den Zugriff anfordert, und den beteiligten Anbieter?
  • Verstehe ich, welche Konten und Datenkategorien abgefragt werden und zu welchem Zweck?
  • Weiß ich, wie lange die Freigabe gilt und wo ich sie einsehen oder widerrufen kann?
  • Melde ich mich in einer Umgebung an, deren Echtheit ich überprüfen kann, ohne meine Zugangsdaten an eine Person zu schicken?
  • Kenne ich die Bedingungen zur Speicherung und die möglichen Empfänger?
  • Habe ich nach Alternativen gefragt, falls ich mein Konto nicht verknüpfen möchte?

Wenn du diese Fragen nicht klar beantworten kannst, musst du nicht sofort zustimmen. Du kannst den Vorgang unterbrechen, um Informationen bitten und erst entscheiden, wenn du den Umfang verstanden hast. Kontobewegungen bei einem Kreditantrag zu teilen, ist eine Entscheidung über deine Daten: Prüfe die konkrete Freigabe und nicht nur das Versprechen, dass der Vorgang dadurch schneller geht.

Quellen und Ressourcen